Laos 2024

Ein Rückblick


  1. Lebensgefahr in Laos?
  2. Unsere Reiseroute
  3. Klima / Wetter
  4. Visum
  5. Kosten
  6. Schlafen
  7. Straßen und Verkehrsmittel
  8. Kulinarisches Laos
  9. Menschen
  10. Landschaft
  11. Tierwelt
  12. Währung
  13. Tourismus
  14. Highlights in Bildern
  15. Wer will mehr?


Willkommen in Laos. An der laotischen Grenze Nam Phao waren wir uns noch nicht ganz sicher was das bedeutet. An einer Art Wettschalter erhalten wir mit viel Gedrängel den Einreisetempel für das unauffällige und zentral liegende südostasiatische Land.

Ein sehr armes Land ohne Meerzugang. Noch wird Laos (wie auch Kambodscha) zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt gezählt, das Wirtschaftswachstum steigt jedoch aktuell stark.



Lebensgefahr in Laos?

Für jeden der durch Laos reist gilt: auf den offiziellen Wegen bleiben! Keines Falls einfach durch den Dschungel spazieren. Denn überall besteht hohes Risiko auf einen noch nicht explodierten Sprengsatz zu treten. Diese haben die Amerikaner millionenfach während des Vietnamkrieges über Laos abgeworfen.

Laos gehört zu den Staaten mit den größten Mengen an nicht explodierten Kriegsmaterial im Boden.

Noch immer gibt es schätzungsweise um die 80 Millionen unexplodierte Sprengsätze. Nicht selten kommt es daher zu Unfällen, vor allem bei den Einheimischen.



Unsere Reiseroute

Nach einer langen und stressigen Busfahrt, begonnen in Hanoi (Vietnam), erreichen wir am 17. Februar die laotische Hauptstadt Vientiane.

Weiter geht’s mit einer sehr holprigen Busfahrt in die alte Königsstadt und UNESCO Welterbe – nach Luang Prabang.

Mit einer noch holprigeren Busfahrt geht es auf den laotischen „Straßen“ weiter östlich bis nach Phonsavan.

Von hier aus fahren wir wieder zurück nach Vientiane und dann weiter mit dem Bus südlich nach Pakse, die heiße Provinzhauptstadt von Champasak.

Nach einer weiteren Bus- und Bootsfahrt erreichen wir Don Det, eine Insel der 4000 Islands.

Für wenige Tage fahren wir nochmal nach Pakse und von hier aus mit dem Bus weiter nach Bangkok in Thailand.



Klima / Wetter

Laos ist heiß.

Wir bereisen das Land in der heißesten Zeit des Jahres. Auf unserer Laosreise lag die Durchschnittstemperatur bei 34°C. Jeden Tag hat die Sonne ☀️ rausgeguckt, meistens war es komplett wolkenlos. Vier Mal hat es geregnet 🌧️, jedoch nur nachts oder sehr, sehr kurz.


Nach dem kalten Vietnam erreichen wir Vientiane und erleben erst einmal einen Hitzeschock. Die Sonneneinstrahlung ist immens und man muss sich in Acht nehmen keinen Sonnenstich zu erleiden.

Am „kältesten“ war es in Phonsavan mit durchschnittlich 27°C, gefühlt weit heißer. Am heißesten in Pakse und auf Don Det (Don Det gefühlt kühler) mit durchschnittlich 36,5°C.

Die Luftfeuchtigkeit war immer relativ niedrig, an den meisten Orten war es extrem trocken.



Visum

Deutsche Staatsangehörige sind visumspflichtig für Laos. Wir haben in der laotischen Botschaft in Hanoi ein 30-tägiges Visum beantragt. Kosten lagen bei 1.000.000 VND (~37 €) p.P.

E-Visum ist auch möglich, an der von uns übertretenden Grenze Nam Phao wäre dieses aber nicht akzeptiert worden. An der Grenze war auch kein Visa on Arrival möglich.



Kosten

Laos ist ein günstiges Urlaubsland. Unsere Kosten lagen zu zweit, ähnlich wie bei Nordvietnam, bei 60 € / Tag.

Übernachtungen waren teils etwas teurer, dafür der Rest günstiger.

Mehr zu den Kosten findest du hier.



Schlafen

Unsere Hotels buchten wir immer, wie meistens auf unserer Reise, wenige Tage im Voraus.

Für durchschnittlich 25 € / Nacht bekamen wir immer ein einfaches, aber ausreichendes Doppelzimmer mit Klimaanlage. Ohne Klimaanlage sind die Preise nochmal um einiges günstiger.

Unsere Schlafplätze:



Straßen und Verkehrsmittel

Der Zustand der Straßen in Laos ist sehr unterschiedlich.

Im Norden sucht man teils vergebens nach durchgehend befestigten Straßen, die Verhältnisse sind selbst ohne Regen miserabel. Die Fahrten sind sehr ruckelig.

Die Unfallrate in Laos ist hoch. Während unserer Fahrt nach Phonsavan ist ein LKW in der nassen Schlammstraße umgekippt, unsere Busse hatten regelmäßig Pannen. Wer sich selbst ängstigen möchte kann bezüglich Unfallgefahr und Straßenverhältnisse die Seite des auswärtigen Amtes lesen.

Im Süden waren die Straßen viel besser und meist unproblematisch.


Wir sind durch Laos mit dem Bus / Minivan gefahren.

In der Regel unproblematisch für uns und es gibt ausreichend Verbindungen zu den touristischen Orten. Teils fehlen allerdings auch noch Verbindungen, z.B. in manche Nationalparks.

Die Minivans sind teilweise in sehr schlechtem Zustand, wir hatten auch gelegentlich Pannen. Auf der Strecke Luang Prabang nach Phonsavan wurden 22 Personen in den für maximal 15 Personen ausgelegten Van gestopft. Wer Platzangst hat oder Wert auf Bequemlichkeit legt, ist in den Bussen in Laos an der falschen Adresse.

Am Dach der Minivans wurde eigentlich immer ein Huhn in einem kleinen Käfig in der prallen Sonne unter der Abdeckung mitgefahren.

Das Gepäck landete in der Regel auf dem Dach.


Es gibt eine Zugstrecke von Vientiane aus in den Norden. Es handelt sich um einen chinesischen Bullet Train. Wir haben ihn nicht genutzt, was wir gehört haben, darf man nur Gepäck wie im Handgepäck eines Flugzeugs mitnehmen (keine scharfen Gegenstände usw.). Das wäre problematisch für uns gewesen.


Zwei mal mieteten wir uns einen Roller. Einmal in Phonsavan und einmal in Pakse. Wer dies tun möchte, sollte nicht so dumm sein und aufgrund der Versicherung einen Motorradführerschein besitzen.

Die Laoten achten nicht darauf, wer tatsächlich fahren dürfte.

Wir mieteten aufgrund unserer eigenen Sicherheit immer direkt beim Hotel. Hierfür mussten wir den Reisepass als Pfand zurücklegen. Das auswärtige Amt rät hiervon ganz klar ab, da es auch viel Scam gibt.

Bei Schadensfällen muss oft ein Großteil oder der volle Betrag des Rollers gezahlt werden.

Theoretisch kann man meist eine (oft teure) Tour machen oder sich von einem Tuktuk fahren und abholen lassen.

Trotz allem genossen wir die Freiheit das Land ein bisschen mit dem Roller zu erkunden.


Auf Don Det (4000 Islands) mieteten wir uns ein altes Fahrrad. Perfekt für die kurzen Strecken und weitaus günstiger als ein Tuktuk.


Tuktuks / Taxis fahren fast überall, auch wenn man manchmal echt suchen muss (z.B. Pakse).

In der Regel gibt es einen vorher festgesetzten Preis pro Person.



Kulinarisches Laos

Besser als Vietnam?

Ja.

Abwechslungsreich für Vegetarier?

Naja.


Essen:

Wir hatten teils sehr gutes und authentisches Essen in Laos. Da wir ab und zu Fisch und Meeresfrüchte aßen, war die Auswahl auch nicht so schlecht. Nur in Phonsavan waren wir an drei von vier Abenden im gleichen sehr leckeren indischen Restaurant, weil die Auswahl so gering war. Von mal zu mal wurde der etwas miesepetrige Besitzer freundlicher und beim dritten Mal durften wir für wenige Minuten auf den Laden aufpassen. 😃

Die Laoten würzen gerne intensiv, was uns sehr gut schmeckt. Außerdem essen sie gerne sehr scharf, als Tourist bekommt man aber nur selten die authentische Schärfe zu spüren. Beim Family Dinner in Pakse war der Papayasalat so scharf, dass selbst der Thai am Tisch gespotzt hat 😅.

Am interessantesten waren für uns folgende Gerichte:


Getränke:

Laos hat eigenes Bier, vor allem das Lao Beer in verschiedenen Varianten (White, Dark usw). Geschmacklich ganz gut.

Außerdem hatten wir in Luang Prabang noch das Luang Prabang Beer. Auch okay.

Überall werden verschiedenste Shakes und selbstgemachte Sodas verkauft. Sehr lecker und erfrischend.

Frisch gepressten Zuckerrohrsaft bekommt man auch gelegentlich, eine leckere Erfrischung.

Natürlich gibt’s auch immer und überall Kokosnüsse.

Laos hat auch eigenen Kaffee und Tee. Auf dem Bolaven Plateau haben wir den Kaffee probiert, schmeckte ganz gut.

Eiswürfel in Laos waren unserer Erfahrung nach unbedenklich. Meistens werden diese aus der Fabrik bezogen.



Menschen

Die Laoten waren meist schlicht freundlich. Manche sind auch sehr hilfsbereit.

Englisch sprechen manche, erstaunlicher Weise mehr als in Nordvietnam. Die Speisekarten sind so gut wie immer auch auf Englisch verfügbar.

Das Durchschnittsalter in Laos ist extrem niedrig, es lag 2022 bei ca. 24 Jahren.



Landschaft

Wie bereits erwähnt gehören nicht-explodierte Sprengkörper zum Landschaftsbild dazu, vorallem im Norden. In einem Dorf in der Nähe von Phonsavan (War Spoon Village) kauften wir Löffel hergestellt aus Sprengkörperresten.

Der Mekong fließt durch ganz Laos, am südlichsten Ende finden sich die 4000 Islands, welche im Mekong liegen.

Das ganze Land ist bergig, vorallem der Norden.

Es gibt noch sehr viel Dschungel (meist nicht begehbar) im Land.



Tierwelt

Die Anzahl der verschiedenen Tiere, welchen wir in Laos begegnet sind, ist überschaubar.

Das Land der Million Elefanten, das bedeutet Laos übersetzt. Laos ist eines der letzten natürlichen Verbreitungsgebiete des asiatischen Elefanten. Es gibt nur noch weniger als 1000 Elefanten, welche wild im Dschungel leben. Der Rest dient leider als Arbeitselefanten. Wir besuchten in der Nähe von Luang Prabang ein Elefantenreservat. Auch Arbeitselefanten sahen wir gelegentlich.

Unzählbar vielen Geckos sind wir begegnet. Nützliche Tierchen, sie schnabolieren gerne Steckmücken.

Wir sahen in Laos mehr Schmetterlinge als irgendwo sonst.



Währung

In Laos zahlt man mit laotischen KIP. Während unserer Reise lag der Wechselkurs bei 22.000 – 23.000 Kip = 1 €.



Tourismus

Außerhalb der Haupteinreisegebiete (Vientiane, Luang Prabang und 4000 Islands) ist Laos relativ untouristisch.



Highlights in Bildern



Wer will mehr?

Laos hat uns sehr positiv überrascht, gerne möchten wir hier eines Tages nochmal hinreisen.

Ein wunderschönes Land, welches noch nicht so sehr auf Tourismus ausgelegt ist.

Der fehlende Meerzugang, weswegen viele nicht hierhin reisen, hat uns als Touristen nicht gefehlt, es gibt genug anderes zu sehen.

Alle Rückblicke findest du hier.

Unsere komplette Reiseroute findest du hier

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