Rückblick
- Unsere Reiseroute
- Klima / Wetter
- Visum
- Kosten
- Schlafen
- Verkehrsmittel
- Kulinarisches Vietnam
- Menschen
- Landschaft
- Vietnamesisches Neujahr
- Währung
- Highlights in Bildern
- Wer will mehr?

Unsere Reiseroute
Wir starten in Hanoi. Da wir vor 7 Jahren bereits quer durch Vietnam (Ho Chi Minh – Hanoi) mit dem Zug gefahren sind, entscheiden wir uns dieses Mal für den Norden. Ein Fehler? Mal sehen.

Mit dem Bus geht’s in das touristische Bergdorf Sa Pa. Die Seilbahn zum dortigen Highlight, dem höchsten Berg Indochinas, dem Fansipan (3.143 m) ist wegen Wartungsarbeiten für vier Wochen geschlossen. Das neblige Wetter lädt nicht gerade ein, den anspruchsvollen Aufstieg zu Fuß zu begehen. An wenigen Tagen genießen wir die schöne Aussicht auf die hohen Berge.
Weiter fahren wir in die nördlichste Stadt Vietnams, nach Hà Giang. Ein weit weniger touristisches Dorf in den Bergen.
Eigentlich war geplant als nächstes nach Cao Bằng zu fahren. Aufgrund des Wetters entscheiden wir uns dagegen und es geht wieder zurück nach Hanoi.
Nachdem wir hier unser Laos-Visum erhalten, nehmen wir den Bus nach Tam Cốc, ein kleines Dorf in der Nähe von Ninh Binh. Der Ort überzeugt mit seiner wunderschönen Landschaft und ist unser Highlight der diesjährigen Vietnamreise.
Weiter geht’s nach Hạ Long. Mit schöner Aussicht verbringen wir hier einige Nächte im Wolkenkratzer. Ein paar weitere Nächte entspannen wir uns in einem japanischen Onsen. Anschließend begeben wir uns mit dem Boot in die Halong-Bucht, ein UNESCO Weltnaturerbe.
Nachdem wir das vietnamesische Neujahr in Hạ Long verbrachten, geht es wieder zurück nach Hanoi und mit dem Bus weiter nach Vientiane in Laos.

Klima / Wetter
Ein weiteres Mal reisen wir außerhalb der Saison. Es ist wohl das erste Mal, dass wir sagen können: es gibt eine schlechte Reisezeit!
Während der Süden Vietnams warm ist, ist der Norden im Winter kalt. Eigentlich halb so schlimm, doch auch das Wetter ist schlecht. Zumindest war das bei uns der Fall. Erschwerend kommt hinzu, dass wir an den kältesten Orten oft keine Heizung hatten, somit froren wir durchgehend.
Die wunderschönen Reisfelder waren natürlich auch nicht „in ihrer Blüte“ im Winter.
Ein Überblick über unser Wetter (jedes Icon steht für einen Tag):
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Von insgesamt 36 Tagen, hat an 8 Tagen die Sonne rausgeguckt. Wir hatten also zu 78% bewölkte Tage.
Die durchschnittliche Höchsttemperatur betrug 17,2°C. Am wärmsten Tag hatten wir bis zu 26°C.
Fazit: Wir bereuen nicht den Norden gemacht zu haben, da wir hier vorher fast nicht waren und die Ausblicke, wenn man denn mal welche hatte, toll sind. Empfehlung unsererseits: im Winter lieber schwerpunktmäßig den Süden bereisen und zu einer wärmeren Zeit den Norden.

Visum
Zu Beginn unserer Weltreise konnten deutsche Staatsangehörige 15 Tage visafrei in Vietnam verbringen, darüber hinaus war ein Visum notwendig.
Im Laufe unserer Reise haben sich die Gegebenheiten geändert, aktuell sind 45 Tage visafrei. Somit konnten wir ohne Visum einreisen.

Kosten
Wie zu erwarten ist Vietnam als Urlaubsland günstig. Durchschnittlich zahlten wir 59 € am Tag. Mehr zu den Kosten findest du hier.

Schlafen
Unsere Hotels buchten wir immer wenige Tage im Voraus. Zwei Mal hatten wir AirBnB’s, es gibt noch nicht allzu viele in Vietnam.
Wirklichen Luxus bekommt man für wenig Geld meist nicht, das braucht es aber auch nicht. Meistens hatten wir eine mehr oder weniger funktionierende Klimaanlage. Wichtig zu wissen ist, dass im Norden die Klimaanlagen oft keine Heizfunktion haben.
Die Sauberkeit war für uns immer ausreichend und von Bettwanzen und Ähnlichem blieben wir verschont.
Durchschnittlich zahlten wir ca 20 € / Nacht, ohne der Schiffstour und dem japanischen Onsen.
Hier unsere Schlafplätze:











Verkehrsmittel
Der Verkehr in Vietnam – ein Thema für sich.
Ungefähr jede/r zweite Vietnamesin oder Vietnamese besitzt einen Roller. Vietnam ist somit (2019) der 4. größte Motorradmarkt der Welt. Allein in Hanoi gibt es über 6 Millionen Roller. Das fällt auf. Etliche Roller quetschen sich auf den überfüllten Straßen durch den stehenden Verkehr, Roller parken auf den Gehwegen, einfach überall. Verkehrsregeln? Ja, mehr oder weniger für Autos, Roller fahren nach eigenen Regeln.

Straßen in Vietnam sind einigermaßen gut. Vielleicht sogar besser als in Neuseeland.
Es gibt etliche Fernreisebusse, mit welchen verschiedenste Ziele innerhalb des Landes angefahren werden können. Oft handelt es sich bei den Bussen um Schlafbusse mit Liegen, mal mehr und mal weniger bequem.
Eines haben alle gemeinsam, beim Eintreten Schuhe ausziehen und keine Toiletten. In der Regel werden aber regelmäßig Pausen eingelegt, ggf auch auf Nachfrage.
Wir buchten die Busse online oder im Hotel. Die Preise sind günstig.
Die Strecke Ho Chi Minh – Hanoi kann man auch wunderbar mit dem Zug bereisen. Da wir im Norden waren war das für uns keine Option.
Taxis finden sich in allen Städten. In der Regel gibt es Taxameter oder Festpreise für bestimmte Strecken (z.B. Flughafen – Innenstadt). Kostentechnisch in Ordnung, aber empfehlenswerter ist…
Grab. Mit Hilfe der App kann man sich einfach ein „Taxi“ bestellen. Es ist das südostasiatische Equivalent zu Uber. Vorteilhaft ist, dass der Preis im Voraus feststeht, es idR günstiger als ein Taxi ist und der oder die Fahrerin bereits weiß wo man hin möchte. Sollte kein Privatauto in der Nähe sein, bekommt man unter Umständen direkt ein Taxi zugeteilt.

Kulinarisches Vietnam
Phở, Sommerrollen oder Bánh mì, das kennen sicher viele. Die vietnamesische Küche ist sehr vielfältig. Oder? Kommt drauf an…
Essen:
Wir hatten die vietnamesische Küche besser in Erinnerung als sie dieses Mal war. Unter anderem liegt das vermutlich daran, dass man nur eine sehr begrenzte Auswahl hat, wenn man fleischloses Essen sucht. Vielleicht liegt es auch an den Orten, an welchen wir waren.
Die meiste Zeit ernährten wir uns von dem immer gleich gedämpften Kohl (viel mehr gibt’s im Winter im Norden nicht) mit Reis, mit Nudeln. Zwei, drei Mal ganz okay, dann reicht’s aber auch wieder.
Gewürzt wird nur sehr sparsam, da ohne Fleisch also sonst kaum etwas drin ist, war das Essen leider oft sehr fade. Die Soßen und fermentierten Chillis, welche oft am Tisch stehen, helfen.
Unser bestes Essen waren die gedämpften Bambussprossen in Sa Pa, Papayasalat und, so leid es uns tut, das westliche Essen in Hạ Long in einem Hotel (ganz besonders der Fischburger, aber tatsächlich alles dort).
Hier ein Überblick über unsere leckersten Mahlzeiten:
Getränke:
Vietnam produziert eigenes Bier. Unter anderem Saigon und Hanoi, man bekommt es überall, geschmacklich ist beides ganz gut.
Gerne trinken die Vietnamesen außerdem Reisschnaps, sie sagen dazu Happy Water.
Wer einen Kaffee bestellt, bekommt vietnamesischen Kaffee. Ein sehr starkes Gebräu, welches mit Kondensmilch getrunken wird. Fabi ist kein Fan.
Vietnamesischer Tee, wir kennen ihn aus dem Supermarkt in Deutschland. Nicht aus Vietnam. Selten gab es den guten Grüntee, welcher hier angebaut wird. Stattdessen meistens typischen Schwarztee aus dem Beutel.
Frische Kokosnuss bekommt man überall.

Menschen
Die Nordvietnamesen waren zu uns, mit ein paar Ausnahmen, relativ kühl und distanziert. Englisch konnten nur Wenige.

Landschaft
Nordvietnam ist bergig, im nördlichen Teil befindet sich das Yunnan-Hochland. Reis- und Teeanbau definiert das Landschaftsbild.
Im Süden Nordvietnams liegt die Provinz Ninh Binh. Eine wunderschöne Landschaft mit vielen Kalksteinbergen findet sich hier. Gerne auch „Ha Long Bay an Land“ genannt.
Weiter die Küste hoch liegt die berühmte Halong Bucht.

Vietnamesisches Neujahr
Vietnam wird still.
Am 09. Februar 2024 fand das diesjährige vietnamesische Neujahrsfest statt. Das Jahr der Katze endet – das Jahr des Drachen im Element Holz beginnt. Zumindest in Vietnam.

In China war das Jahr 2023 das Jahr des Hasen. Jedoch nimmt bei den Tierkreiszeichen in Vietnam die Katze den Platz des Hasen ein. Miau.
Der Zusatz des Elementes ist außerdem eine Eigenheit Vietnams.
Wir feiern das Jahr des Drachen, wo könnte es besser passen, in Ha Long, bei der Ha Long Bay – die Bucht des herabsteigenden Drachen.
Tết Nguyên Đán – so nennt sich das vietnamesische Neujahrsfest. Die Feiertage fanden 2024 vom 9. bis zum 14.02.2024 statt.
Wer jetzt denkt: Geil, Neujahr feiern in Vietnam, da geht’s bestimmt richtig ab! Nun, der liegt falsch.
Sechs Tage lang geht hier gar nichts. Die Straßen sind menschenleer, die Geschäfte und Restaurants haben geschlossen. Von A nach B kommen kann unter Umständen schwierig werden. Denn beim Tết handelt es sich um die wichtigsten Feiertage des Jahres und diese verbringen die Vietnamesen im Kreise der Familie.
Rote Umschläge mit Geld, ein geschmückter Neujahrsbaum, neue Kleidung, Blumen und noch vieles Weitere gehört zu den vietnamesischen Bräuchen. Einen roten Beutel mit Salz gefüllt haben wir zum Neujahr beim Friseur geschenkt bekommen.

Zur Nacht des neuen Jahres kommen dann doch einige Menschen aus ihren Häusern und zünden ein bisschen Feuerwerk.
Das chinesische und das vietnamesische Neujahr haben sehr viele Gemeinsamkeiten, doch es gibt auch einige Unterschieden. Beide berechnen sich nach dem Mondkalender. Der Vietnamesische leitet sich vom Chinesischen ab.

Währung
In Vietnam zahlt man mit dem Vietnamesischen Dong (VND). Der Wechselkurs während unserer Reise lag bei 1 € = 26 – 27.000 VND.

Highlights in Bildern




















































Wer will mehr?
Alle Rückblicke findest du hier.
Unsere komplette Reiseroute findest du hier.




























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