Die Zusammenfassung
- Die Route
- Unsere Unterkünfte
- Kurze Komplettzusammenfassung der Reise
- Einzelne Zusammenfassungen
- Fortbewegung und Infrastruktur
- Essen und Trinken
- Menschen
- Sicherheit
- Flora und Fauna
- Sprache
- Geld in Argentinien
- Wahlen in Argentinien
- Kostenaufstellung
Die Route

Am 10.07.2023 ging es los mit unserem Flug ab Frankfurt aM nach Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens. Insgesamt hielten wir uns für 56 Nächte in Argentinien und für 33 Nächte in Chile auf (inkl. Übernachtbusse).
Insgesamt legten wir mind. 10.494 km in 169 Stunden (entspricht 7 Tagen) mit dem Bus zurück. Das entspricht ungefähr der Strecke zu Fuß von Berlin nach Bangkok.
Wir hatten insgesamt 8 Grenzübertritte:
- 4 Argentinien
- 3 Chile
- 1 Brasilien
| Stadt | Land | Nächte | Weiterfahrt (Std) |
| Buenos Aires | ARG | 3 | 20 |
| Puerto Iguazu | ARG | 7 | 14 |
| Resistencia | ARG | 1 | 13 |
| Salta | ARG | 8 | 12 |
| San Pedro de Atacama | CHL | 7 | 5 |
| Antofagasta | CHL | 3 | 18 |
| Santiago de Chile | CHL | 1 | 19 |
| Bariloche | ARG | 12 | 31 |
| El Calafate | ARG | 7 | 3 |
| El Chalten | ARG | 5 | 3 |
| El Calafate | ARG | 2 | 6,5 |
| Puerto Natales | CHL | 6 | 3,5 |
| Punta Arenas | CHL | 5 | 11 |
| Ushuaia | ARG | 8 | 10 |
| Punta Arenas | CHL | 4 | Flug |
| Santiago de Chile | CHL | 5 | – |
Unsere Unterkünfte
Meistens waren wir in Airbnbs untergebracht, ab und zu in Hotels. Preislich bewegten wir uns zwischen 14 und 85 € pro Nacht. Für Wohnungen mit Küche sehr günstig. Im Süden war das übernachten teurer als im Norden. Die schönsten Wohnungen waren in Ushuaia, Bariloche (2. Wohnung) und Salta.
Hier ein Überblick in Bildern:



















Kurze Zusammenfassung der Reise
- Buenos Aires
- Puerto Iguazu
- Resistencia
- Salta
- San Pedro de Atacama
- Antofagasta
- San Carlos de Bariloche
- El Calafate
- El Chalten
- Puerto Natales
- Ushuaia
- Punta Arenas
- Santiago de Chile
1. Buenos Aires
Die riesige Hauptstadt Argentiniens. Wir sind ans „Meer“ gelaufen und waren im japanischen Garten.
2. Puerto Iguazu
Wir waren am Länderdreieck (Argentinien, Brasilien, Paraguay). Die größten Wasserfälle der Welt, die Iguazu Wasserfälle (eines der 7 Weltwunder der Natur), haben wir angesehen und wir waren in Brasilien im Vogelpark Parque das Aves.
3. Resistencia
Hier hatten wir nur eine Nacht.
4. Salta
Bei unserer Wohnung waren 2 unfassbar niedliche und verschmuste Kätzchen. Sobald sich Mira hingesetzt hat, ist die eine immer sofort gekommen, auf den Schoß gesprungen und hat schnurrend geschlafen. Ab Salta haben wir zwei organisierte Touren unternommen. Eine zu den Salinas Grandes, auf dem Weg konnten wir unter anderem den Berg der 7 Farben bewundern. Bei der zweiten Tour ging es nach El Cafayate, mit einigen Aussichtsstopps.
5. San Pedro de Atacama
Die Oase liegt in der trockensten Wüste der Welt – Atacama. Tagsüber war die Sonne sehr heiß, nachts froren wir mit 5 Decken im Bett. Mit dem Auto fuhren wir ins Mars / Death Valley. Früh mussten wir an einem Tag raus um zu den 4.320 m hohen Geysiren del Tatio zu fahren. Das höchste und drittgrößte Geysirfeld der Erde. Wir liefen auch ein paar Wanderwege durch die Wüste im Valle de la Luna und konnten Flamingos in der Laguna Chaxa beobachten. Außerdem hatten wir jede Nacht einen beeindruckenden Sternenhimmel.
6. Antofagasta
Ein Stopp an der Pazifikküste in der Atacamawüste. Wir liefen viel durch die Stadt und an der Küste entlang, genossen das Meer und sahen uns die Ruine Huanchaca an. Es war ein schöner und spontaner Stopp, von welchem in einem Forum sogar abgeraten wurde, weil nicht sehenswert. Hier hatten wir unser kulinarisches Highlight, nicht chilenisch, sondern koreanisch.
7. San Carlos de Bariloche
Auch hier hatten wir eine Hauskatze, die immer gern schmusen und vorallem unbedingt in unseren Wohncontainer rein wollte. Wir haben die Stadt erkundet, waren schlecht deutsch essen, sind um den See bei unserer Hütte umher gelaufen und waren im Nationalpark Llao Llao.
8. El Calafate
Mit dem Auto sind wir zwei Mal in den Nationalpark Los Glaciares gefahren und haben den Perito Moreno Gletscher angesehen, einmal mit einer Bootsfahrt.
9. El Chalten
Auch hier waren wir zwei Mal im Nationalpark Los Glaciares wandern und haben den manchmal gut sichtbaren Berg Fitz Roy angesehen. Wir hatten im Park eine lange und sehr anstrengende, schneereiche Wanderung. An einem Tag sind wir zum Wasserfall Chorrillo del Salto gelaufen.
10. Puerto Natales
Drei mal sind wir mit dem Auto in den Nationalpark Torres del Paine gefahren. Einmal bei sehr viel Schnee und zwei Mal bei strahlendem Sonnenschein. Wir hatten beim letzten Mal eine Reifenpanne.
11. Ushuaia
In der südlichsten Stadt der Welt in Feuerland waren wir ein bisschen am Meer spazieren und mit dem Shuttlebus im Nationalpark Tierra del Fuego. Hier waren wir wandern. Außerdem sind wir mit dem Tren del Fin del Mundo gefahren. Dem Zug am Ende der Welt.
12. Punta Arenas
Wir haben eine Pinguintour gemacht. Mit dem Katamaran sind wir zu der Seelöweninsel Isla Marta und dann zu der Isla Magdalena gefahren. Hier durften wir gemeinsam mit dem niedlichen Magellanpinguinen spazieren gehen.
13. Santiago de Chile
Bei unserem ersten Stopp hatten wir wenig Zeit und waren ein bisschen spazieren. Beim zweiten Mal waren wir im höchsten Wolkenkratzer Südamerikas, dem Sky Costanera und hatten eine tolle Sicht auf die Millionenstadt. Wir waren auch noch im Museum Nacional de Bellas Artes.
Fortbewegung und Infrastruktur
Als Fortbewegungsmittel nutzten wir hauptsächlich Busse und Taxis, zeitweise hatten wir Mietwägen (3 mal) und einen Inlandsflug zum Ende (Punta Arenas nach Santiago de Chile). Mit dem Bus legten wir insgesamt mind. 10.494 km in 169 Stunden zurück.
Mietwägen
Die Mietwägen hatten wir für San Pedro de Atacama (es gibt auch Touren in die Nationalparks, aber hier war der Mietwagen schon sehr nützlich), El Calafate (Nationalpark Los Glaciares, Perito Moreno Gletscher, es gibt auch Touren, ggf Busse) und Puerto Natales (Torres del Paine Nationalpark, sehr nützlich, da der Park riesig ist, aber es gibt auch Shuttlebusse).
Die Kosten waren sehr unterschiedlich. In Argentinien haben wir weitaus weniger gezahlt als in Chile, dafür waren die Autos in Chile auch hochwertiger.
Hier unsere Mietwägen:



Öffentlicher Nah- und Fernverkehr
Die Infrastruktur in Argentinien und Chile lässt das Reisen mit nicht viel mehr als Bus und Flugzeug zu. Zugstrecken gibt es lächerlich wenige und keine davon führten zu unseren Zielorten. In Santiago de Chile und Buenos Aires gibt es ein großes U-Bahn-Netz. In Bariloche und Ushuaia sind wir auch mit den Stadtbussen ganz gut voran gekommen, das geht theoretisch vrmtl in allen Städten.
Hierbei muss man allerdings beachten, dass man in Argentinien die sogenannte SUBE-Card benötigt, das ist eine Prepaid-Karte, die als Fahrkarte fungiert. Diese zu organisieren war in Bariloche ganz schön umständlich und Infos nicht so einfach zu finden. Zuerst mussten wir ins SUBE-Büro am Hafen, um die Karte dann bei bestimmten Kiosken aufzuladen. Bei der ersten Fahrt hat eine nette Dame ihre Karte für uns hingehalten und wir haben ihr den Preis bar bezahlt.
In Santiago de Chile benötigt man auch so eine Karte, hier heißt sie BIP!. Wir haben unsere von unserer Gastgeberin bekommen, theoretisch kann man diese laut Webseite auch am Schalter oder Automaten erwerben. Aufladen kann man sie auch entspannt am Automaten.
Es ist überall üblich mit dem Bus zu fahren oder, vorallem in Argentinien, ein Taxi zu nehmen.
Öffentliche Verkehrsmittel sind sehr günstig.


Taxis
Diese sind in Argentinien sehr günstig, auch in Chile immer noch billiger als in Deutschland. Es gibt zwei verschiedene Taxis, die normalen, welche man idR an der Straße rauswinkt und die sogenannten Remis. Hier handelt es sich um Taxis, welche man vorbestellt oder an den Niederlassungen bekommt und, welche feste Tarife haben und bereits im Voraus den Preis nennen. Auch die normalen Taxis haben ein Taxameter.
Im Internet wurde überall empfohlen unbedingt ein Remis zu nehmen. Unserer Erfahrung nach spielt das absolut keine Rolle, wir hatten in keinem richtigen Taxi das Gefühl von Unsicherheit und wurden nie über den Tisch gezogen. Außer einmal, aber da waren wir selbst schuld, da wir im Voraus nach dem Preis gefragt hatten.
Ansonsten haben wir immer auf Folgendes geachtet:
- Hat das Taxi eine Nummer? (Außen am Auto zu sehen)
- Ist das Taxameter eingeschaltet?
- Falls Gepäck im Kofferraum ist, erst aussteigen, sobald der Fahrer oder die Fahrerin ausgestiegen ist
- Nicht in Taxis steigen, in denen schon Leute sind (war aber auch nie der Fall)
Gut zu wissen ist außerdem, dass sich die Taxifahrer nicht ausreichend gut in den Städten auskennen, um eine Adresse ohne Hilfe zu finden. Google Maps ist also ein Muss. Zumindest ist das unsere Erfahrung.

Essen und Trinken
Die Auswahl an Gerichten unterscheidet sich in Argentinien und Chile nicht sonderlich. Kulinarisch waren wir als fleischlose Esser eher nicht so überzeugt.
Auswärts essen
In den Restaurants findet man hauptsächlich Fleisch, im Süden auch Fisch / Meeresfrüchte. Selbst als wir noch Fleisch gegessen haben, wäre uns die Küche hier zu abwechslungslos gewesen.
Meistens gibt es noch Nudelvarianten mit den immer gleichen Soßen und, dank des vielen italienischen Einflusses, Pizza. Diese ähnelt eher einer amerikanischen Pizza mit SEHR viel Käse und IMMER mit ein paar grünen Oliven. Kann man essen, schmeckt aber recht langweilig und überall gleich.
Auch Empanadas in verschiedensten Sorten findet man überall, diese sind auch meistens sehr lecker.
Natürlich gibt es noch verschiedene andere Nationalgerichte, darüber können wir aber nichts sagen.
In den größeren Städten hat man eine breitere Auswahl.
Preislich ist Argentinien, wie auch in allen anderen Aspekten, günstiger als Chile. Hier kriegt man für wenig Geld eine vollwertige Mahlzeit, in Chile zahlten wir idR ein bisschen weniger als in Deutschland.
Unser Highlight: Korenisches Restaurant in Antofagasta





Einkaufen
Es gibt etliche Minimärkte, oft separate Gemüsehändler und ein paar große Supermärkte.
In den Minimärkten findet man idR immer das Nötigste und genug Zutaten für einfache Essen.
Die Gemüsehändler haben meist eine große Auswahl von Avocados bis Zuchinis, aber nicht überall gab es welche.
In den großen Supermärkten hat man eine recht gute Auswahl, trotz allem bei weitem keine so breite wie in Deutschland.
Preislich verhält es sich wie in den Restaurants: Argentinien günstig, Chile etwas weniger als D.
Getränke
Es gibt eine breite Auswahl an Softdrinks (Fanta und Sprite schmeckten uns hier nicht, Cola und Pepsi waren genauso gut wie zu Hause). Auch Säfte bekommt man, allerdings oft Gezuckerte.
Bier gibt es sehr gutes, natürlich gibt es überall Corona, aber auch eigene Brauereien sind vertreten. Das Patagonia hat uns sehr gut geschmeckt. Preislich ist Bier teurer als bei uns, aber wo nicht.

Auch Rotwein findet man sehr guten, vorallem im Norden. Argentinien ist bekannt für seinen Wein und das nicht grundlos. Verhältnismäßig sehr günstig, es lohnt sich ein Glas Wein im Restaurant zu trinken, denn preislich ist die Flasche im Supermarkt nicht billiger.
Was man überall findet ist Mate-Tee. Besonders die Argentinier im Norden sieht man nie ohne. Sie haben extra Taschen, in welchen die Thermoskanne und die Calebasse (das Trinkgefäß) hineinpassen und es gibt keinen Ort, an welchem man sie nicht mit dem Getränk in der Hand sieht. Sogar die Kinder trinken teils den sehr koffeinhaltigen Tee.
Da wir immer gerne Mate-Eistees getrunken haben und Mira ab und an auch normalen Mate-Tee, konnten wir nicht anders und haben uns auch einen Strohhalm und Tee gekauft. Mit ein bisschen Übung schmeckte der Tee uns auch recht gut. Sehr kräuterig, ein bisschen herb und bitter. Mira mag Grün- und Schwarztee trotzdem lieber und Fabi Kaffee.

Coca
Aus Cocablättern wird bekanntlich Kokain hergestellt, doch darum soll es hier nicht gehen.
Cocablätter und diverse Produkte daraus, werden, besonders im Norden, konsumiert und überall frei verkauft. Ein Coca-Tee, Bonbon usw. hat nicht die berauschenden Eigenschaften von Kokain und es entwickelt sich auch keine Abhängigkeit.
Coca hat anscheinend folgende Eigenschaften:
- schmerzlindernde Wirkung, wird auch Aspirin der Anden genannt
- Steigerung der Leistungsfähigkeit
- Unterdrückung des Hungergefühls
- gut für die Verdauung
- wirkt belebend
- wirkt wärmend
- und vorallem fördert es die Aufnahme von Sauerstoff (Vorbeugung Höhenkrankheit)
Vor allem aus Neugier und aufgrund letzterer Eigenschaft (Berge in Atacama sind verdammt hoch, San Pedro liegt schon auf 2450 m Höhe) haben wir uns Tee und Bonbons besorgt. Geschmacklich recht lecker, sehr kräuterig. Wir merken kaum einen Unterschied, außer die ansteigende Körpertemperatur und die Besserung der Höhenkrankheit.
Zum Ende mussten wir die Produkte entsorgen, in den USA ist Coca nämlich gar nicht gern gesehen und auch in Deutschland ist es illegal.

Menschen
Beim Thema Freundlichkeit haben wir einen ausgeprägten Unterschied zwischen Argentiniern und Chilenen festgestellt. Die Chilenen sind durchaus normal freundlich, sie wirken jedoch weitaus ernster als die Argentinier. Hier sind die Menschen unfassbar ehrlich freundlich, aufgeschlossen und sehr hilfsbereit. Sie gehören neben den Kanadiern wahrscheinlich zu dem freundlichsten Volk, welches wir bis dato kennengelernt haben. Trotz der Sprache fühlt man sich nicht fremd in Argentinien.
Sicherheit
Laut dem auswärtigen Amt und Statistiken ist die Kriminalität in Argentinien höher als in Chile.
Wir haben uns zu so gut wie keinem Zeitpunkt irgendwo unsicher gefühlt.
Natürlich gilt es, vorallem in den Großstädten, Wertsachen nicht offen zu tragen, aufmerksam zu sein und nicht blingdlings (besonders nachts) in irgendwelche Viertel zu laufen.
Pech kann man immer haben und Taschendiebstahl gibt es in den beiden Hauptstädten anscheinend zu genüge, aber wir haben zum Glück keine negativen Erfahrungen gemacht.
An vielen Orten ist die Polizeipräsenz sehr hoch.
In Buenos Aires sind wir mit dem Bus durch die Slums gefahren, hier sollte man sich als Tourist nicht aufhalten.
Fazit: Über das Thema Sicherheit muss man sich also nicht mehr Gedanken machen, als nötig.
Flora und Fauna
Tiere
Wir hatten tolle Tierbegegnungen auf unserer Reise, auch, wenn im Bereich Iguazu, vermutlich aufgrund der Jahreszeit, einige Begegnungen ausblieben.
Den Tucan und andere Vögel konnten wir zumindest im Vogelpark in Brasilien sehen.
Überall sieht man massenweise Streuner umherlaufen. Die meisten von ihnen sind nicht aggressiv, ganz im Gegenteil, sie mögen oft gestreichelt werden und gelegentlich kommt es vor, dass man auf seinem Weg von einem Hund eskortiert wird. Vielleicht wollen sie einfach nur Gassi gehen 🙂. Außerdem betteln sie auch nicht.
Das alles liegt wahrscheinlich daran, dass die Einheimischen sehr liebevoll mit den Straßenhunden- und katzen umgehen.
Grundsätzlich haben auch viele Menschen hier Haustiere, schade nur, dass man selten Leute Gassi gehen sieht.
Ein negativer Aspekt an den Streunern und den vielen Hunden im Garten ist der Lärmpegel. Je nachdem wo man ist, ganz unten im Süden war es weniger, wird wie verrückt rumgebellt. Besonders schlimm war das im Norden, vorallem in Puerto Iguazu. So klang es dort die ganze Nacht:
Hier eine Aufzählung, welche, für uns besonderen Tiere wir sahen:
Der Norden: (+ Kolibris)






Der Süden:











Katzen in Südamerika:
Hunde in Südamerika:
Landschaften und Klima
Argentinien ist ein riesiges Land (das 8. größte Land der Welt), Chile ist das längste und schmalste Land der Welt (Vergleich: von der Nordspitze Finnlands bis zum südlichsten Griechenland)
Argentinien und Chile haben jeweils nahezu alle möglichen Klimazonen in einem Land, von tropisch bis subpolares Klima in Argentinien.
Die Landschaften sind sehr abwechslungsreich. Regenwald östlich im Norden Argentiniens, die trockene Atacama-Wüste mit sehr hohen Bergen, der Pazifik in der Atacama-Wüste, das mit hohen Bergen umrahmte Santiago de Chile, Traumstrände an der chilenischen Pazifikküste, Patagonien mit seinen schneebedeckten Bergen und kristallklaren Bergseen und auch die Steppe im Süden, wo auf einmal kaum noch Berge sind und kein Baum mehr wächst und das teils komplett flache und dann bergige Feuerland.
Sprache
Spanisch. Also nur spanisch.
Nur wenige Menschen, welchen wir begegnet sind, konnten Englisch. Da wir kein Spanisch sprechen, machte es das natürlich schwerer, aber jede Situation ist irgendwie mit Hand und Fuß und, sehr hilfreich, mit einer Übersetzungsapp möglich.
Oft haben die Einheimischen schon von selbst ihr Handy rausgeholt, wenn sie gemerkt haben, dass wir sie nicht verstehen. Oder sie haben einfach weitergeredet 😅.
Bei manchen stoßten wir gefühlt auf Unverständnis dafür, dass wir ihre Sprache nicht sprechen, aber niemand war deswegen besonders unfreundlich.
Wir haben versucht spanisch zu lernen, eine Person mehr als die andere 😁. Mit einer Sprachlern-App haben wir uns durch teils undurchdachte Lektionen durchgearbeitet. Besser als nichts, vorallem beim Lesen versteht man ein bisschen etwas, aber zur Kommunikation war es nicht so hilfreich.


Geld in Argentinien
Das ist ein Thema mit dem man sich erst Mal auseinander setzen sollte, denn in Argentinien gibt es eine Besonderheit, es bestehen drei verschiedene Wechselkurse:
01. Der reguläre Wechselkurs
Diesen findet man problemlos im Internet.
02. Die MEP Rate
Diese wurde 2023 eingeführt. Dieser Wechselkurs ist für Touristen, welche mit Kreditkarte bezahlen wichtig, denn dafür ist er gedacht. Außerdem sollte somit dafür gesorgt werden, dass Touristen sich die Blue Dollar nicht auf dem Schwarzmarkt holen müssen und mit Tonnen von Bargeld herumlaufen. Denn hier fand viel Kriminalität statt.
Bei Zahlungen mit der Kreditkarte sollte der Kurs eigentlich immer angewendet werden. Entweder sofort bei der Bezahlung oder zB bei MasterCard durch Erstattung der Differenz. Der Kurs ist weitaus besser als der Reguläre und idR bis zu 10% schlechter als:
03. Die Blue Rate
Anfangs nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich, ist es mittlerweile völlig problemlos möglich sogenannte Blue Dollars bei Western Union zu erhalten. Die Hintergründe des Blue Dollars sind umfangreich, näheres findet man im Internet.
Es ist die aktuell mit Abstand beste Möglichkeit in Argentinien Geld zu sparen. Western Union Filialen sind fast überall in großen Mengen in Argentinien verteilt (im Süden eher rar). Das Geld wird zB per Kreditkartenzahlung an WU gesendet (es fällt immer eine Bearbeitungsgebühr an) und kann dann in einer Filiale abgeholt werden.
Während unserer 3 Monate Südamerika Reise hatte die Blue Rate allerdings enorme Schwankungen. Am 17.07.23 war 1 € noch 581,69 ARS wert, am 26.08. waren es 803,19 ARS.
Die extremen Schwankungen traten bei uns vorallem zu den Vorwahlen im August auf. Gut für uns, schlecht für die Einheimischen.
Aber lohnt sich dieser Aufwand mit Western Union denn wirklich?
Zum Vergleich, hier die jeweiligen Wechselkurse am 06.10.2023, laut Internet:
- Regulär: 369,43 ARS = 1 €
- MEP Rate: 812, 75 ARS = 1 €
- Blue Rate: 912,80 ARS = 1 €
Ob sich der Währungskurs tatsächlich weiterhin so verhält und Argentinien somit ein so günstiges Land bleibt, bleibt abzuwarten. Vorallem die Wahl im Oktober 2023 könnte hierbei einiges ändern. So heißt ein Wahlversprechen zB Einführung des USD.
Wahlen in Argentinien
Wie unter dem Punkt „Geld in Argentinien“ bereits geschrieben, wirkten sich während unseres Aufenthalt vorallem die Vorwahlen im August extrem auf die Blue Rate aus.
In Buenos Aires hörte man täglich mehrmals auf den Straßen Menschen, welche mit Megafonen Wahlwerbung machten.
Ansonsten ist uns nicht viel aufgefallen, außer Wahlplakate.
Laut Nachrichten gab es zu den Vorwahlen Ausschreitungen in der Hauptstadt, zum Glück waren wir zu diesem Zeitpunkt aber schon weiter.
Zu den Wahlen am 22.10. wird es sicherlich ähnlich aussehen.
Alle einzelnen Zusammenfassungen findest du hier.
Unsere Reiseroute findest du hier auf Polarsteps.






















































Hinterlasse einen Kommentar