+ Santiago de Chile

Am 15.08. war es so weit, wir kamen nach einer langen Busfahrt (19 Stunden) ab Santiago de Chile in Bariloche / Argentinien an – unser erster Halt in Patagonien.
Bariloche ist ein beliebtes Skigebiet und wir sind mitten in der Skisaison, daher ist die Stadt voller Menschen, welche ihre Skitouren machen. Unsere Hütte ist aber weiter außerhalb, schön gelegen, ganz nah am See. Täglich werden wir von einer unfassbar süßen Katze begrüßt, welche ganz viel schmusen und vor allem sehr gerne in die Hütte rein möchte.
In Bariloche verbringen wir insgesamt 10,5 Tage, das Wetter ist oft gut, manchmal Regen, manchmal Schnee und manchmal Sonnenschein. Wir gehen spazieren in der Stadt und am Hafen. Laufen bei unsere Hütte zu dem See und genießen das Bergpanorama. An Mira’s Geburtstag geht’s mit dem Bus zum Nationalpark Llao Llao. Hier gibt es schöne und sehr schlammige Wanderwege. Danach liegen wir beide erst Mal ein paar Tage flach, wir sind krank.









Nach Bariloche geht’s in der längsten Busfahrt (31 Stunden) weiter runter bis nach El Calafate. Die Landschaft ändert sich nochmal komplett. Berge und Seen sind immer noch überall, die Stadt selbst wirkt trocken und baumlos. Wir kommen in einem kleinen Appartment unter und holen uns einen Mietwagen. Zwei Mal fahren wir in den Nationalpark Los Glaciares (der größte Nationalpark Argentiniens), einmal bei Schnee und einmal bei strahlendem Sonnenschein. Wir unternehmen eine beeindruckende Bootsfahrt zu dem Perito-Moreno-Gletscher.










Nach El Calafate geht’s weiter nach El Chalten, etwas nördlicher, mitten in den Bergen, an der Grenze zu Chile. Wir kommen in einem niedlichen kleinen Häuschen unter. Zwei Mal wandern wir im Nationalpark Los Glaciares. Einmal bei schlechter Sicht bis zum Aussichtspunkt Fitz Roy. Einmal den ganzen Weg bis zur Laguna de los Tres. Ein anspruchsvoller Weg, ganz besonders im Schnee. Der Aufstieg ist selbst mit Steigeisen kaum schaffbar, da der Weg mit bis zu 70° Steigung eher einer Skipiste gleicht. Runter geht’s dann auf dem Po. An einem Tag laufen wir außerdem noch zu dem Wasserfall Chorrillo del Salto. In El Chalten sehen wir bei einem Stromausfall den schönsten vorstellbaren Sternenhimmel.









Im Anschluss geht’s nochmal als Zwischenstopp nach El Calafate und dann weiter nach Puerto Natales in Chile. Hier holen wir uns nochmal einen Mietwagen und besuchen drei Mal den Nationalpark Torres del Paine. Wunderschön hier. Am ersten Tag geraten wir in einen heftigen Schneesturm, die Autofahrt gleicht einer Rutschpartie, zum Glück haben wir Spikes an den Reifen. Trotz schlechter Sicht schön, ein richtiges Winterwunderland. Beim zweiten Mal ist das Wetter besser, wir sehen alles nochmal mit guter Sicht. Wir laufen zu dem Aussichtspunkt Cuernos, ein strahlend blauer See liegt vor uns. Beim dritten Mal wollen wir den Gletscher Grey ansehen, hier verlässt uns das Glück. Wir haben einen platten Reifen, müssen den Reifen wechseln und fahren zurück.








Nach Puerto Natales geht es weiter nach Punta Arenas. Mira ist krank, wir unternehmen nichts und fahren weiter in die südlichste Stadt der Welt, nach Ushuaia (Argentinien) auf Feuerland. Wir haben eine tolle riesige Wohnung. Fabi kränkelt nun, trotzdem fahren wir einmal mit dem Shuttlebus in den Nationalpark Tierra del Fuego. Nur der hintere Teil ist im Winter begehbar. Wir laufen schöne Wege, insgesamt +/- 3 Stunden. An einem weiteren Tag fahren wir mit dem Tren del Fin del Mundo – dem Zug am Ende der Welt (der südlichste Zug der Welt). Eine sehr schöne Fahrt bis rein in den Nationalpark.










Nach Ushuaia geht’s nochmal nach Punta Arenas. Wir haben zwei Pinguintouren gebucht, einmal nach Feuerland zu den Königspinguinen und einmal auf die Isla Magdalena zu den Magellanpinguinen. Die Tour zu den Königspinguinen wurde leider abgesagt, da das Reservat noch geschlossen ist. Aber die andere findet statt. Wir fahren mit einem Katamaran zur Isla Marta und beobachten Seehunde und dann auf die Isla Magdalena. Hier steigen wir aus und laufen einen kurzen Rundweg. Überall süße Magellanpinguine. Pinguine in freier Wildbahn zu sehen war auf jeden Fall ein Highlight für uns.










Wir sind glücklich, wir haben alles gesehen was wir wollten (naja außer den Königspinguinen). Patagonien ist wunderschön und entgegen der Meinungen in diversen Internetforen können wir sagen, auch der Winter ist perfekt, wenn man keine mehrtägigen Wanderungen machen möchte. Wir haben die Ruhe und die vielen verschneiten Panoramen genossen. So gut wie alles war möglich (Pinguine grundsätzlich erst ab Oktober) und nein, es ist nicht zu kalt um Urlaub zu machen.
Lächelnd und mit einem weinenden Auge verlassen wir nun das wunderschöne Patagonien. Mit dem Flugzeug geht es noch einmal für ein paar Tage in die unfassbar beeindruckend liegende Hauptstadt Santiago de Chile. Hier besuchen wir unter anderem das höchste Gebäude Südamerikas, den Gran Torre Santiago (300 m hoch).




Und damit endet unsere 3-monatige Reise durch Südamerika auch schon. Nun geht es weiter nach Los Angeles (USA) für zwei Tage und dann in die Südsee.
Mehr zu Patagonien und Feuerland findest du auch hier auf Pinterest. Mehr zu Santiago findest du hier.
Alle Rückblicke findest du hier in unserer Rubrik Highlights.
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