Tag 30, Antofagasta

09.08.2023

Der Tag heute kann mich mal.

Eigentlich startete er sehr entspannt. Um 11 Uhr sind wir ausgecheckt und haben vor unserer Hütte noch ein bisschen Zeit totgeschlagen.

Gegen 13:30 Uhr haben wir uns auf den Weg Richtung Autovermietung gemacht, um den Wagen abzugeben. Hier durften wir erstmal eine gefühlte Ewigkeit warten, bis wir dran waren. Auto war alles okay, die vereinbarte Reinigungsgebühr in Höhe von 10.000 Pesos mussten wir noch bezahlen. Warum kann man die eigentlich nicht gleich bei der kompletten Gebühr mit bezahlen?!

Naja, danach sind wir noch ins Restaurant gegangen. Das, welches wir eigentlich wollten, hatte geschlossen, also gab es „asiatisch“. Fabi hatte Pad Thai und Mira Yakisoba, jeweils mit einem Aperol Spritz. War ganz gut, auch, wenn es wirklich so überhaupt kein Pad Thai war.

Im Anschluss sind wir zum Busbahnhof. Zum Glück, kurz nach Ankunft war der 16:30 Uhr Bus nämlich schon abfahrbereit. Um 15:30 Uhr.

Die eigentlich gebuchten Plätze ganz vorne hatten wir mal wieder nicht, sondern eins dahinter. Nachdem wir in Calama waren, war der Bus auf einmal leer. Im unteren Teil saß noch eine Person. Wir hatten schon Angst, dass wir wieder hätten umsteigen müssen, aber es will wohl niemand nach Antofagasta. Warum wohl.

Um halb neun waren wir dann da. Ein sehr moderner Busbahnhof – ganz verglast. Wir sind erstmal zum Schalter, um das Ticket nach Santiago zu buchen. Online ging das mal wieder nicht. Ohne ein Wort Englisch haben wir alles geklärt und wollten bezahlen. Geht nicht. Sie kann an dem Kartenlesegerät nicht F1 für die Annahme der Umrechnungsgebühr drücken. Ein hin und her. Dann vielleicht Mira’s Kreditkarte? Geht auch nicht. Ganz offensichtlich sind hier nie Ausländer. Dann eben Geld abheben mit über 10 € Gebühr. Gesagt, getan, gebucht, gezahlt.

Als nächstes wollen wir bei dem Taxischalter ein Taxi rufen. Draußen stehen nur sehr selten welche und die Umgebung sieht nicht gerade sicher aus. Ohne ein Wort Englisch haben wir der Dame mit Übersetzer erklärt, was wir wollen. Kurz: 6.000 Pesos kostet’s, es gibt gerade aber keine. Und besonders hilfreich… war die Frau auch nicht.

In der Zwischenzeit wurden mal wieder ein paar Menschen von großen aggressiven Straßenhunden angefallen. Und abgeführt wurde auch einer.

Gut und jetzt? Doch rausgehen und warten. Da ist doch schon jemand. Er fragt, ob wir ein Taxi brauchen. Ja – dann kommt mal mit, die blaue Schrottkarre da hinten ist meine. Was jetzt? Genau das soll man doch nicht tun – irgendwo einsteigen. „Wir haben kein Bargeld, wir suchen lieber ein Taxi in welchem wir mit Kreditkarte zahlen können – sorry“. Er nahm’s gelassen und stellte sich wieder hin, um andere Leute nach „Taxi?“ zu fragen. Wahrscheinlich harmlos, aber das Risiko… Ach so – er hätte 7000 Pesos gewollt.

Irgendwann hat dann doch noch ein Taxi gehalten. Ein Batman-Taxi, überall Sticker und Figuren. „Wie viel?“ „8000 Pesos“- euer ernst?! Komm egal, wir wollen nur noch ins Hotel. Taxameter war natürlich aus- wozu auch… Notrufnummer ins Gedächtnis gerufen und einsteigen. Wie überall in Südamerika braucht der Fahrer 1000 Recherchen um den Weg zu finden.

Angekommen – rein ins Hotel. Bezahlt ist es noch nicht – nur mit Kreditkarte garantiert. 127 € müssten es sein. Denkste. 160 € bitte 🙃. Gezahlt und ab ins riieesige (Vorsicht Ironie!) Hotelzimmer mit, immerhin, einem Fenster – das in einen Schacht guckt. Achja und WLAN. War mal kurz da. Essen gibt’s heute nicht mehr, immerhin noch ein Bier.

Wetter Antofagasta: 18°C ☁️ (glaub ich, hab ja kein Netz)

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