Rückblick Färöer 2023

Risin og Kellingin
Insel Eysturoy – Färöer

Ein lang erwarteter und lang geplanter Urlaub. Und auf jeden Fall der Teuerste bisher. Und der Schönste ♥️

Doch warum?
Die Färöer sind ein unfassbar teures Urlaubsziel, sie gelten zu den Teuersten weltweit. Wer denkt Australien oder Norwegen wären teuerer, der war entweder noch nicht bei den Färingern oder hat es geschafft seinen Urlaub mit Zelt und ohne Auto zu bestreiten. Und das kann spannend werden, denn zelten ist bei den starken Winden teilweise abenteuerlich. Busse gibt es, allerdings fahren die nicht so häufig und man kommt nicht überall hin. Auch mit dem Fahrrad sollte man gut sportlich sein, doch selbst dann wären die teils einspurigen Tunnel gefährlich.

Wir sollten allerdings noch dazu sagen, es war unsere 3. Reise auf die Färöer. 2019 und 2021 waren wir im Herbst (Oktober/November) auf den Atlantikinseln und sowohl dank Inflation, Off Season, als auch dank unseren Ansprüchen, sind wir damals weitaus günstiger davon gekommen.

Vor allem die Kosten für Mietwägen und Unterkunft sind sehr hoch. Einkaufen ist im Vergleich zu Deutschland ungefähr um 1/3 bis doppelt so teuer. Dafür ist das Benzin etwas günstiger.

So, aber was meinen wir mit „unsere höheren Ansprüche“?

Es war nicht irgendein Urlaub für uns, es war unsere Hochzeitsreise, das heißt hier hatten wir unsere freie Trauung – Mitten im Atlantik. Wir sind sonst immer in einer wundervollen kleinen Hütte irgendwo im nirgendwo und ohne WLAN (die Färöer zählen nicht zur EU) untergekommen. Dieses Mal hatten wir 3 tolle Häuschen und immer mit privatem Whirlpool.

Unser Whirlpool (2. Haus) mit perfektem Panorama

Kosten

Die laufenden Kosten haben wir uns nicht notiert, daher nur ein Überblick über die Hauptausgaben.

Übernachtung (14 Nächte): 3.677,19 €

Mietwagen (14 Tage):           1.890,79 €

Flug (via Kopenhagen):           791,47 €


Fazit / die Unterkünfte:

Wir hatten einen wunderschönen entspannten Urlaub auf den Färöern und die tollste Hochzeit die wir uns hätten wünschen können.

Unsere Unterkünfte waren traumhaft! Die erste lag an einem Hafen. Modern und skandinavisch eingerichtet. Der Ort war Leirvik auf der Insel Eysturoy.

Schick und modern

Unsere zweite Unterkunft hatten wir nur 3 Nächte, da sie leider nicht mehr länger verfügbar war.

Sie war wirklich toll, mit einer großen Veranda, toller Aussicht auf das Meer und einer Fensterfront.

Wir hatten Glück, tatsächlich wurden nicht mal eine Woche vor unserer Ankunft die Grindwale an genau dem Strand vor unserem Haus gejagt. Das wäre bei Leibe kein schöner Anblick gewesen für eine Hochzeit. Der Ort war Leynar auf der Insel Streymoy.

Tolle Aussicht aufs Meer

Unsere letzte Hütte hatten wir am längsten. Sie war im traditionell färöischen Stil mit Grasdach. Richtig gemütlich und mit einem unglaublich schönen Panorama rundum. Der Ort war Saksun auf der Insel Streymoy.

Urig und gemütlich

Vor der Hochzeit

Unsere Reise startete in Frankfurt am Main. Unser Freund Michi hat uns hier hin gefahren, denn mit Hochzeitskleid und dem ganzen drumrum hatten wir ganz schön viel Gepäck. In Frankfurt haben wir eine Nacht im Hotel verbracht und waren abends im Cirque du Soleil. Wollten wir schon immer mal sehen und es war eine wirklich schöne Show.

Beeindruckende Akrobatik und tolle Bühnenbilder

Am 16.06. kamen wir dann spät am Abend auf den Färöern an. Um 10 Uhr war es immer noch strahlend hell und wir mussten gleich die Sonnenbrillen anziehen.

Perfektes Wetter

Wir waren überrascht, denn auch im Laufe der Nacht wurde es nie dunkel. Die Sonne ist untergegangen und es war für mehrere Stunden roter Himmel bis die Sonne dann wieder aufging.

Das war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung. Zu Beginn aber erst Mal gewöhnungsbedürftig, da der Körper nicht verstanden hat, wann er müde sein soll. 😃

2 Uhr nachts und die Sonne ist knapp hinter dem Horizont

Die Tage bis zu unserer Hochzeit haben wir eher ruhig angehen lassen. Wir sind die ganzen Inseln einmal abgefahren und haben nach Spots für unsere Trauung und für die Fotos gesucht. Obwohl wir für die Trauung schon einen Ort wussten der perfekt und abgeschieden ist. Und der war es dann auch. Da das Wetter auf den Inseln aber immerzu wechselhaft ist und man nie weiß wie es am nächsten Tag wird, wollten wir lieber auf Nummer sicher gehen.

Unsere Fotografin Jasmin ist 2 Tage vor der Zeremonie angereist. Ein Tag vor der Hochzeit waren wir nochmal shoppen und haben Kuchen, Picknick, Champagner und einen wunderschönen Brautstrauß gekauft. In Gelb, grün, weiß – wie die Färöer im Sommer.

Die Hochzeit

Früh morgens sind wir aufgestanden. Jasmin kam dann auch vorbei und schon ging es ans fertig machen. Das Wetter war gut, wir waren sowieso schon unfassbar glücklich, dass es nicht geregnet hat.

Unser erstes Treffen hatten wir am Strand vor unserem Haus – ein wundervoller Moment an einer tollen Location.

Im Anschluss sind wir zu dem Spot unserer Trauung gefahren.

Es war perfekt! Das Meer unter uns war in einem Wolkenmeer. Nach der Trauung (und vielen Tränen) haben wir gepicknickt. Das Messer für den Kuchen wurde vergessen, also mussten wir uns anders weiterhelfen. Perfekter Küchenmesserersatz: VAG-Ticket.

Während des Picknicks zog es immer mehr zu, bis es wirklich kalt und feucht war. Weiter als 2 Meter konnte man auch nicht mehr blicken.

Das hieß also: Zeit für einen neuen Spot. Denn irgendwo auf den Färöern ist immer besseres Wetter.

Nach ganz vielen Fotos sind wir nach Tórshavn gefahren und in dem Restaurant ROKS eingekehrt. Das Essen war außergewöhnlich und sehr lecker.

Am kompletten nächsten Tag haben wir nochmal an verschiedenen Orten Fotos gemacht und sind im Anschluss in den Whirlpool gegangen.

Nach der Hochzeit

Auch die Tage danach haben wir entspannt angehen lassen. Wir wollten eine Tour auf die Mykines machen um endlich Papageientaucher sehen zu können. Im Herbst ist das nämlich nicht so einfach möglich und die liebenswürdigen Vögel sind nicht da. Leider mussten die Fahrten aufgrund des stürmischen Wetters aber ausfallen.

Papageientaucher haben wir trotzdem noch am Múlafossur in Gásadalur gesehen.

Den Rest der Zeit waren wir ein bisschen wandern und sind viel rumgefahren. Das Wetter war für färöische Verhältnisse oft sehr gut, aber auch oft sehr windig mit orkanartigen Böen von bis zu 109 km/h. Die Temperatur war, wie meistens im Jahr, um die 13 Grad.

Hier noch ein paar Eindrücke:

Mehr Eindrücke findest du auch hier.

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